Jahrbuch Parthenopolis Band 2 erschienen

Parthenopolis Bd. 2 Cover

Der zweite Band des vom Geschichtsverein für Magdeburg und Umland e.V. herausgegebenen wissenschaftlichen Jahrbuchs “Parthenopolis” vereint 13 Beiträge. Ihr zeitlicher Rahmen erstreckt sich vom Mittelalter bis in die Gegenwart. Das Spektrum der Themen reicht von neuen Erkenntnissen über den Bau des Magdeburger Doms, die Ausbreitung des Magdeburger Rechts, eine Spionageaffäre aus dem 18. Jahrhundert, die Anfänge des Magdeburger Skisports bis hin zu biographischen Abrissen, die aufschlussreiche Einblicke in das Leben markanter Persönlichkeiten aus der Zeit der Weimarer Republik und des Nationalsozialismus vermitteln. Fortgesetzt wurde der in Band 1 begonnene Beitrag von Lutz Neuber über den antiautoritären Sozialismus der Anarchisten, Syndikalisten und Sozialrevolutionäre in Magdeburg und der Börde. Besondere Beachtung verdient die von Ingrid Wotschke vorgenommene Deutung der Herkunft des Ortsnamens Magdeburg. Dafür hat die Autorin eine Vielzahl historischer Quellen, insbesondere aus Skandinavien, Großbritannien und Deutschland, ausgewertet und kommt dabei zu einer von der bisherigen Forschung abweichenden Hypothese. Die zweite Ausgabe von “Parthenopolis” ist somit nicht nur ein Nachschlagewerk für Historiker und Geschichtsinteressierte, sondern ebenso Ausgangspunkt weiterer wissenschaftlicher Diskussionen.

Die zweite Ausgabe von „Parthenopolis“ ist somit nicht nur ein Nachschlagewerk für Historiker und Geschichtsinteressierte, sondern ebenso Ausgangspunkt weiterer wissenschaftlicher Diskussionen.

Inhalt:

  • Ingrid Wotschke (Magdeburg): Magdeburg – ein historischer Name und seine Wurzeln.
  • Christian Forster (Leipzig): Der ehemalige Sommerremter von Liebfrauen in Magdeburg und seine Spolien.
  • Birte Rogacki-Thiemann (Hannover): Bauforschung am Magdeburger Dom 1999 – 2003 am Beispiel des Übergangs vom nördlichen Querhaus zum Langhaus.
  • Katalin Gönczi (Leipzig): Rechtshistorische Dimensionen einer Metropole. Forschungen zum sächsisch magdeburgischen Recht in Osteuropa.
  • Wolfgang Seehase (Magdeburg): Niegripp als Kirchen- und Schulort an Elbe und Ihlekanal unter brandenburgisch-preußischem Einfluss ab 1725
  • Lutz Voigtländer (†): „Der Mensch muss von dort weg, er ist ein Spion“. Eine Magdeburg-Anhaltische Spionageaffäre aus dem Jahr 1758
  • Sebastian Nickel (Erfurt): „Für die Wahrheit ewig streiten, so der Freiheit Bahn bereiten.“ – Die Magdeburger Männergesangvereine im späten Vormärz und während der Revolution 1848/49
  • Margaret Sutherland (Wellington, Neuseeland): Die Familie Delbrück und der Lebensweg der Malerin Elisabeth Delbrück, geb. Bettelhäuser
  • Heike Heinrich (Magdeburg): „…nicht mit der Darbietung von Gelegenheiten zum Bildungsnippen kann die Volkshochschule ihr großes Ziel erreichen…“ – Die Geschichte der Magdeburger Volkshochschule von ihrer Gründung 1919 bis zur ersten erzwungenen Schließung 1933
  • Gerd Falkner (Planegg): Die Anfänge des Skilaufs in Magdeburg
  • Lutz Neuber (Magdeburg): Die Bewegung der Magdeburger „Jungen“ (1888-1891). Zur Geschichte der antiautoritären Arbeiterbewegung in Magdeburg
  • Georg Prick (Biederitz): Emil Kaufmann – Magdeburger Anwalt, Offizier und Freimaurer
  • Alexander Bastian (Magdeburg): Zwischen ärztlicher Allmacht und Ohnmacht der Patienten – Zwangssterilisation in der Landesheilanstalt Haldensleben während des Nationalsozialismus

Links:

Parthenopolis – Jahrbuch für Kultur- und Stadtgeschichte
Hrsg. vom Geschichtsverein für Magdeburg und Umland e. V., Band 2: 2011/2012, Magdeburg 2012, Verlag nord-nordost
356 S., zahlr. Abb., ISBN: 978-938247-02-0, Preis: 19,95 €

Anmerkung: Bei der Webseite www.parthenopolis.de handelt es sich nicht um das Internetangebot des Jahrbuches. Dennoch informieren wir natürlich gern über die Neuerscheinung.

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