Geschichtsblätter für Stadt und Land Magdeburg

Bei der Beschäftigung mit geschichtswissenschaftlichen Fragestellungen gehört es zur grundsätzlichen Arbeit, die Forschungslage zum jeweiligen Thema aufzuarbeiten. Häufig reicht die wíssenschaftliche Literatur zu einem Thema zurück bis in das 19. Jahrhundert und nicht selten werden Thesen aus ältere Abhandlungen bis heute in jüngere Darstellungen hinein tradiert (oder konsequent ignoriert). Ärgerlich ist es dann, wenn bibliographierte Aufsätze und kürzere Noten in älteren regionalen Zeitschriften nur im Lesesaal der Universitätsbibliothek oder mangels Bestand überhaupt nicht mehr eingesehen werden können. Umso erfreulicher ist es, dass im Rahmen zahlreicher Digitalisierungsmaßnahmen auch regionalgeschichtlich wertvolle Zeitschriften den Weg in das Netz finden und so wieder bequem verfügbar werden. Wie sieht es nun dahingehend für eine maßgebliche Zeitschrift zur Magdeburger Geschichte, den Geschichtsblättern, aus?

Geschichtsblätter Stadt und Land Magdeburg Bd. 1

Die Geschichtsblätter für Stadt und Land Magdeburg waren von 1866 bis 1941 das Publikationsorgan des Vereins für Geschichte und Altertumskunde des Herzogtums und Erzstiftes Magdeburg. Über die Jahre erschienen so insgesamt 75 Bände in verschiedenen Rhythmen und beinhaltet einige Aufsätze und Miszellen, deren Lektüre noch heute aufschlussreich ist.

Der heutige Geschichtsverein für Magdeburg und Umland e. V., welcher in der Tradition des oben genannten ehemaligen Vereins gilt, hat vor einigen Jahren bereits ein komfortabel nutzbares bibliographisches Hilfsmittel in Form einer Datenbank zu den Inhalten der erschienenen Geschichtsblätter online gestellt.
Nach und nach werden auch die Texte in den letzten Jahren durch diverse Digitalisierungsprojekte, vornehmlich getragen von Universitäts- und Landesbibliotheken aber bspw. auch durch die GoogleBooks-Initiative, im Internet zugänglich.

Im Folgenden soll eine Liste der verfügbaren Volldigitalisate zusammengetragen werden. Hilfreich war und ist dabei einmal mehr der entsprechende Eintrag auf wikisource.org.

Über den Autor

Michael Anders

wurde in Wolmirstedt geboren und lebt seit 1999 in Magdeburg. Er studierte Geschichte und Politikwissenschaft an der Otto-von-Guericke-Universität mit dem Schwerpunkt ‘Geschichte des Mittelalters’. Seit 2011 ist er Stipendiat der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit und arbeitet an seinem Dissertationsprojekt zur mittelalterlichen Geschichte der Juden im Erzbistum Magdeburg und dem Bistum Halberstadt. Micha bloggt unter anderem auf parthenopolis.de zur Magdeburger Geschichte.