Eine Magdeburger Spukgeschichte von 1862

Eugen RichterDer freisinnige Politiker und Publizist Eugen Richter (1838-1906) schildert in den Kapiteln 11 und 20 seiner 1892 herausgegebenen Autobiographie „Jugenderinnerungen“ kurze Episoden, die er in Magdeburg erlebte.[1] Wir wollen uns hier Richters erster Magdeburger Episode des Jahres 1862 widmen, indem wir eine Publikation, die in Richters Jugenderinnerungen angesprochen wird, jedoch bisher – unserer Kenntnis nach – nur umständlich zugänglich war, wiedergeben und ein wenig historisch einordnen. Gleichwohl haben wir versucht, dem geneigten Leser an der einen oder anderen Stelle weiterführende Lektüreempfehlungen zur Beschäftigung mit den Hintergründen der „Magdeburger Spukgeschichte“ von Eugen Richter beizugeben. Richters zweiten Magdeburger Aufenthalt werden wir zu gegebener Zeit an anderer Stelle einer näheren Betrachtung unterziehen.

Eugen Richter 1862 in Magdeburg

Im August 1862 kam Eugen Richter erstmals nach Magdeburg, um den Befähigungsnachweis zum Domänendepartementsrat für sein Assessorexamen zu erwerben.[2] Schon die Ankunft in Magdeburg scheint dem damals 24jährigen Richter in Erinnerung geblieben zu sein, denn 30 Jahre später notiert er in seinen Erinnerungen:

„So wurde ich denn im August 1862 der Finanzverwaltung in Magdeburg überwiesen. Magdeburg war damals noch in seinen alten Festungsgürtel eingeschnürt und ein wenig vergnüglicher Ort. Das erste, was mir bei meiner Ankunft in Magdeburg erzählt wurde, war die bekannte Geschichte von dem Reisenden, welcher als verdächtig zur Polizei sistirt worden war, weil er im Fremdenbuch als Zweck seines Magdeburger Aufenthalts angegeben hatte “Vergnügens halber”.“[3]

Eugen Richter: Jugenderinnerungen

Die Arbeit in der Domänenverwaltung war gemäß Richters Erinnerungen wenig intensiv und er vertrieb sich unter anderem die Zeit damit, den „volkswirtschaftliche Kongress“, eine 1858 in Gotha initiierte, jährliche Versammlung deutscher Volkswirte, zu besuchen.[4] 1862 fand jener Kongress vom 9. bis 11. September in Weimar statt.[5] Nach seiner Rückkehr geriet Richter „in Begleitung eines Kollegen in eine Sitzung des konservativen Vereins in Magdeburg, welcher im Wiener Hof tagte“.[6] Die Sitzung fand am 24. September 1862 statt.

Damit datiert diese von Richter besuchte Sitzung unmittelbar in jene Tage des Jahres 1862, in denen im preußischen Abgeordnetenhaus zwischen Regierung und mehrheitlich liberal geprägtem Parlament eine hitzige Auseinandersetzung um die Zukunft der Militärorganisation tobte. Allgemein wird dies auch als „Preußischer Verfassungskonflikt“ bezeichnet.[7] Während die preußische Regierung, vor allem in Person von Kriegsminister Albrecht von Roon (1803-1879) darauf drängte, die Heeresstärke beträchtlich zu steigern und strukturell auf ein stehendes Herr statt auf die Landwehr fußend umzugestalten, versagte das  preußische Abgeordnetenhaus der Regierung die notwendigen Budgetierungen, da es bestrebt war, die Wehrdienstzeit begrenzt und die Landwehr beizubehalten. Die Auseinandersetzung um diese Frage führte Anfang der 1860er Jahre zur Bildung der Fortschrittspartei, die zu jener Zeit im Abgeordnetenhaus die stärkste Fraktion bildete. Über diese Militärfrage gelangte allerdings auch Otto von Bismarck infolge einer Regierungskrise in das Amt des Ministerpräsidenten und setzte die Heeresreform letztlich am Parlament vorbei („Lückentheorie“) um. Dass Bismarck just in den Tagen der Versammlung des „conservativen Vereins“ zum Machtträger in Preußen wurde, war wohl sowohl den anwesenden Konservativen noch Richter selbst vollends bekannt. Vielmehr war man – so berichtet Richter rückblickend – während der Vereinsversammlung bemüht, den Kriegminister von Roon „durch eine Adresse aufzustacheln, keinerlei Zugeständnisse zu machen.“[8]

Die Spukgeschichte und ihre Wirkung für Richter

Besonders obskur und „ergötzlich“ wirkte auf Richter das verzweifelte Bemühen des Vereins trotz allen Unwillens in der Bevölkerung eine zufriedenstellende Zahl von Unterschriften für diese Adresse herbeizuführen und so verfasste er einen Bericht für die ihm nahe stehende Niederrheinische Volkszeitung. Er „ließ in dem Feuilleton einen Kölner Handlungsreisenden auftreten, der von der Leipziger Messe zurückkehrend die Magdeburger Herbstmesse besucht, die Schaubuden am Dom in Augenschein nimmt und in seinem Drange, Magdeburger Merkwürdigkeiten zu sehen, auch im benachbarten Wiener Hof in den konservativen Verein gerät. Unter den Eindrücken der Versammlung aber verfolgt [den] Handlungsreisenden ein böser Traum, in welchem ein toller Spuk von Geistern aller Art an ihm herumzerrt, um seine Unterschrift zu der Adresse an den Kriegsminister zu erhalten.“[9] Passend zum Traum nannte Richter diesen Bericht „Eine Magdeburger Spukgeschichte des Jahres 1862“.

Magdeburgische Zeitung 1862Da nun Richter offenkundig ein Blatt gewählt hatte, das auch in Magdeburg zumindest von Kollegen gesichtet wurde, druckte die Magdeburgische Zeitung zwei Tage nach der Niederrheinischen Volkszeitung diese Spukgeschichte ebenfalls ab. Sie sorgte in Magdeburg bei der Bevölkerung – glaubt man Richter – für Erheiterung, brachte ihm allerdings alsbald ein Disziplinarverfahren ein, in dessen Folge er Magdeburg verlassen musste, jedoch zur Vollendung seiner Ausbildung unter widrigen Umständen in Potsdam schließlich eine Stellung fand.[10]

Die Spukgeschichte

MikrofilmNun wäre eigentlich zu erwarten, dass ob der belustigenden Wirkung aber auch persönlichen Folgen für Eugen Richter die Spukgeschichte im Umfeld der Publikationen zum Autor greifbar wäre. Da aber weder auf einschlägigen Seiten noch in greifbarer Literatur zu Richter die Spukgeschichte einen Abdruck gefunden hat, wollen wir dies hier nachreichen. Die Textwiedergabe folgt dabei dem Abdruck in der Magdeburgischen Zeitung, Nr. 226 vom 27. September 1862. Auf eine Anpassung von Grammatik und Orthographie wurde verzichtet. Angemerkt sei an dieser Stelle, dass das Digitalisat der Bayerischen Staatsbibliothek für viele Seiten der Zeitung kaum und die uns hier betreffenden Seiten überhaupt nicht brauchbar ist.[11] So musste doch klassisch auf die Mikrofilmaufnahmen der Stadtbibliothek Magdeburg zurückgegriffen werden. Der Fortschritt hat offenkundig auch seine Tücken (, wenn er staatlich betrieben wird?).

Magdeburgische Zeitung, Nr. 226 vom 27. September 1862, S. 4 & Beilage 1

Aus der Provinz

Magdeburg, den 26. September. Seit den Wahlen von 1861 verlautet ab und zu etwas von einem conservativen Vereine in Magdeburg und von den Lebensäußerungen desselben. Da die „Magd. Ztg.“ in diesem Vereine weder durch Freunde noch durch Berichterstatter jemals vertreten gewesen ist und viele ihrer Leser wohl in derselben Lage sein dürften, so kommen wir unserer Pflicht, dem Publicum von dieser wie von andern Erscheinungen am Orte Kenntnis zu geben, nach, indem wir bei der „Niederrhein. Volksztg.“ eine Anleihe machen und den folgenden Bericht abdrucken, der um so unbefangener erscheint, als er von einem Fremden herrührt.

Eine Magdeburger Spukgeschichte aus dem Jahr 1862.

Fr. Köln, den 24. September. Auf der Rückreise von der Leipziger Messe hatte ich in Magdeburg einige Geschäfte zu besorgen, die mich nöthigten dort zu übernachten. Nachdem ich meine Handelsfreunde besucht hatte, schlenderte ich unentschlossen, welche von den zahlreichen Schaubuden ich betreten wollte, vorgestern Abend auf dem Jahrmarkte umher. Da begegnete mir eiligen Schrittes mein Tischnachbar aus dem Gasthofe. Er war im Begriffe in den conservativen Verein zu gehen, wo man heute „über die Situation“ Vortrag halten und Herrn v. Roon als Herzstärkung eine Vertrauensadresse votiren wollte. Zauberer, Stereoskopen, lebendige Wolfsfamilien und abgerichtete Flöhe, alles dies ist auch am Rhein kein seltenes Schauspiel, aber einen Haufen Menschen in Civilkleidern, der für die Roon’sche Organisation schwärmt, wo hätte man bei uns Gelegenheit einen solchen zu schauen? Gern folgte ich daher der Einladung meines conservativen Freundes und begleitete ihn zum „Wiener Hof“, wo die Sitzung stattfinden sollte.

Auf dem Wege erzählte mir mein Begleiter, daß der Verein von einem Regierungsassessor gestiftet sei, den seitdem Roon wegen seiner beredten Vertheidigung der Heeresorganisation in’s Ministerium abberufen habe. Nächtens werde er wohl vortragender Rath oder gar Geheimer Regierungsrath werden. In einem matt erleuchteten Zimmer des „Wiener Hofes“ fanden wir etwa dreißig Personen versammelt. Die Anwesenden hatten mehr das Gepräge des „Schusters“ wie des „Barons“. Einige pensionierte Officiere, Subalternbeamte und Pastoren waren leicht zu erkennen. Vergebens sah ich mich nach den hochgestellten Protectoren des Vereins, namentlich dem Präsidenten v. Gerlach um, von denen doch mein Begleiter vorher so viel gesprochen hatte. Deshalb interpellirt, flüsterte mein Freund in’s Ohr, daß es bisweilen für diese Herren im Verein etwas „langweilig“ sei. Auch hätten dieselben das Mißgeschick, daß ihre Vorträge nicht genug gewürdigt und verstanden würden. So sei neulich ein wunderschöner Vortrag über den finsteren Geist des Materialismus an den Handwerkern fast spurlos vorüber gegangen. Doch, meinte mein Freund, sei es nicht recht, daß die Herren heute in der brennenden Situation ausblieben. Doch still, die Sitzung beginnt!

Ein Pastor als Vorsitzender trägt mit salbungsreichem Ton eine Depesche von St. Excellenz dem Herrn Kriegsminister vor, worin derselbe eine ihm bereits zugesandte Vertrauensadresse mit den Worten beantwortet: „Der Drang der Geschäfte hat meine Sympathien für den Verein nicht erstickt, sondern nur verzögert.“ Ein heiliger Schauer durchrieselte die Anwesenden über die Ehre, von einer Excellenz so unmittelbar angeredet zu werden. Nach diesem Eingange machte der Herr Pastor die gegenwärtige Situation klar. Er redete von der königsfeindlichen Tendenz der Abgeordneten, von dem bösen Schulze-Delitzsch, von der herzstärkenden Grobheit des Kriegsministers, von der Lücke in der Verfassung und vom guten Glauben der Regierung, von dem Ueberfluß einer „Indemnisationsbill“, kurz von allem, mit Ausnahme von Herrn v. Ollech. Indem der Herr Pastor sich über die Vortheile der Armeeorganisation aussprach, fuhr er heftig gegen die Abgeordneten los, die in militärischen Dingen ein Urtheil haben wollten. Am tollsten aber treibe es ein gewisser Harkort – er soll Eisenbahnfabrikant in Westfalen sein – der habe sogar über die Art der Kriegsschiffe sich ein Urtheil erlaubt. – Alle diese Worte wurden von dem steten „Ja wohl“ der Umsitzenden begleitet, welches sie oft früher aus dem Gehege ihrer Zähne entfliehen ließen, als der Herr Pastor seinen Satz vollendet hatte und der Sinn desselben zu erfassen war. Nun kam der Herr Pastor auf die allgemeinen Tendenzen der conservativen Partei zu sprechen. Nicht der Wehrstand allein sei es, den sie kräftigen wolle, dieser sei nicht aufrecht zu erhalten, wenn der Lehrstand und die Familie durch jüdische Obrigkeit und Civilehe, der Nährstand und die Gemeinde durch Freizügigkeit und „Freigeschäftigkeit“ ruiniert sei. Die „Freigeschäftigkeit“ vernichte besonders den conservativen Sinn, wie man jetzt in Bremen erlebe, wo jeder Lump sogar Großhändler werden könne. (Allgemeine Zeichen des Abscheues.) Indessen die Hauptsache ist, so schloß die Kapuzinade, daß dem Herrn v. Roon neue Adressen mit möglichst viel Unterschriften zugeschickt werden.

Da erhoben viele der Anwesenden lebhafte Klagen, daß es schlechterdings nicht möglich sei die Leute zum Unterschreiben der Adressen zu bringen. Der Verein möge es mit meinem convervativen Freunde ausmachen, wenn ich nun einige seiner Adressfabrikgeheimnisse ausplaudere. Ja, sagte einer, es möge wohl darin liegen, daß der // Adresssentwurf nur in dem wenig gelesenen …. Veröffentlicht worden, wenn die Adresse keine Unterschriften bekomme. Nein, sagte ein andrer, die Veröffentlichung in der „Magdeburgischen Zeitung“ nütze nichts, denn das Lesepublicum dieses Fortschrittsblattes sei schon gründlich verdorben. Ein Dritter berichtete, daß viele, die mit der conservativen Partei gestimmt hätten, sich jetzt geweigert die Adresse zu unterzeichnen. Es wurden Namen und Wohnungen genannt. Da unterbrach der Vorsitzende die Unterredung und bestellte sich ein Glas Bier. „Immer sperrt der Kellner die Ohren auf“, bemerkte er mißfällig, als dieser den Saal verlassen hatte. War der Geist dieses Kellnerjünglings schon unrettbar der finstern Macht der Fortschrittspartei verfallen? – Ein Redner berichtete nun, daß man Freund Nathusius und Freund Plotho zwar mehrere Exemplare der Adresse gesandt, nur eins aber wieder zurückgekehrt sei, und zwar nur mit einer einzigen Unterschrift versehen. „Und doch steht das ganz Volk hinter uns“, rief einer mit Pathos. „Ja“, erwiderte ein andrer, „aber es ist falsch belehrt.“ „Nein“, rief der Vorsitzende, „die Conservativen sind verstimmt.“ „Verstimmt“, wiederholten die Umsitzenden. Damit war die Zauberformel gefunden. Ueber die Art und den Grund der Verstimmung wurde weiter nichts geredet. Ein dicker Probst verließ anscheinend verstimmt den Saal. Mein Begleiter flüsterte mir auf meine Frage in’s Ohr, dem habe die Partei das Reden verboten, da er durch seine Exclamationen ihr mehr geschadet wie genützt habe. Seitdem nehme der Mann einen neutralen Standpunkt ein. Als Kennzeichen der Verstimmung der Conservativen hob der Vorsitzende den Umstand hervor, daß gegenüber der Rührigkeit der demokratischen Partei es der conservativen Partei schwer halte, als Sammler von Adressunterschriften andre als bezahlte Leute zu finden. Man schalt den gegenwärtigen Vereinsboten als zu lässig. „Laßt uns einen neuen engagiren, der die Adressen möglichst unverschämt aufdringt“, rief einer. „Giebt es in Magdeburg keinen Collecteur für das Kaiserswerther Diakoniessenhaus?“ frug ein Fremder. „Oder ließe sich nicht die Adresse durch einen Bibelhändler vertreiben?“ meinte ein andrer. Man beschloß endlich einen pensionirten Briefträger zu gewinnen, dem neben seiner Unverschämtheit auch nachgerühmt wurde, daß er jeden Sonntag die Heiligegeistkirche besuche. „Ja“, rief ein junger rothaariger Literat, „wir sind nicht unverschämt, nicht dreist genug, man muß es sich verdrießen lassen, wenn man auch ein paar mal die Thüre hinaus geworfen wird. Man muß die Leute am Arme fassen, ihnen die Feder in die Hand drücken und sie so zu einem Vertrauensvotum an den Kriegsminister zwingen.“ „Ist noch jemand in der Versammlung, der die Adresse nicht unterschrieben hat“, frug der Vorsitzende. Da hielt ich es für an der Zeit, Hut und Stock zu ergreifen und so schnell wie möglich in’s Freie zu eilen. – Nachts hatte ich böse Träume. Ich sah das gezogene Schwert des Kriegsministers. Nachteulen und Fledermäuse umschwirrten mich. Geharnischte Ritter, Kapuziner, hungrige Schuster, rothaarige Literaten, Bibelmissionäre und pensionirte Briefträger, das alles zerrte und zauste an mir herum, um meine Unterschrift zu einer Vertrauensadresse an Hrn. v. Roon zu erhalten. Erst der nahende Morgen vertrieb den Spuk. Wann wird’s in Preußen wieder tagen?

Spukgeschichte1Spukgeschichte2


[1] Eugen Richter: Jugenderinnerungen, Berlin 1892. Digitalisat auf archive.org; auch auf http://blog.freisinnige-zeitung.de/Kapitel 11Kapitel 20.

[2] Vgl. Jugenderinnerungen, S. 71f.

[3] Jugenderinnerungen, S. 72.

[4] Vgl. Jugenderinnerungen, S. 73.

[5] Zum Kongress der deutschen Volkswirte einschlägig: Gertrud Stalmann: Der Konreß deutscher Volkswirte (1858-1885), Diss. Göttingen 1927; Volker Hentschel: Die deutschen Freihändler und der volkswirtschaftliche Kongreß 1858-1885, Stuttgart 1975.

[6] Vgl. Jugenderinnerungen, S. 73. (Der Wiener Hof lag wahrscheinlich Adresse Breiter Weg 3a.)

[7] Umfangreich dazu die Dissertation von Roland Creutz: Konservative Vereine und preußische Politik in der Ära des „Verfassungskonflikts“ (1861 – 1866), Diss. Düsseldorf 2003.

[8] Jugenderinnerungen, S. 75.

[9] Jugenderinnerungen, S. 76.

[10] Vgl. Jugenderinnerungen, S. 77-83.

Über den Autor

Michael Anders

wurde in Wolmirstedt geboren und lebt seit 1999 in Magdeburg. Er studierte Geschichte und Politikwissenschaft an der Otto-von-Guericke-Universität mit dem Schwerpunkt ‘Geschichte des Mittelalters’. Seit 2011 ist er Stipendiat der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit und arbeitet an seinem Dissertationsprojekt zur mittelalterlichen Geschichte der Juden im Erzbistum Magdeburg und dem Bistum Halberstadt. Micha bloggt unter anderem auf parthenopolis.de zur Magdeburger Geschichte.